Aktuelle

Anomalien des frühen 21. Jahrhunderts / Einige Fallbeispiele

Sven Johne

24.10.2018 - 23.11.2018


Eröffnungstermin: Mittwoch, 24. Oktober 2018 20:00 Uhr

Begrüßung Prof. Dr. Bernhard Jussen Einführung Felix Krieger Ort I.G. Farben-Haus, 1. OG, rechts

Vorschau

Reduit (Redoubt)

JOHN SKOOG

12.12.2018 - 14.02.2019


Eröffnungstermin: Mittwoch, 12. Dezember 2018 20:00 Uhr

Begrüßung Dr. Antje Krause-Wahl Einführung Alica Sänger Ort I.G. Farben-Haus, 1. OG, rechts

Begrüßung Dr. Antje Krause-Wahl

Einführung Alica Sänger

Ort I.G. Farben-Haus, 1. OG, rechts



Ein blauer Himmel, verwitterndes Gestein und ein rostiges Metallteil in Beton. Die Kamera kriecht über die Oberfläche eines merkwürdigen Gemäuers. Der Künstler John Skoog erkundet in seinen Film Reduit (Redoubt) (2014) das auffällige Verhalten eines Einzelgängers, der für die seltsamen Strukturen im Mauerwerk verantwortlich ist. Diese Strukturen erzählen – wie die begleitenden Stimmen – eine reale Geschichte: Ein Landarbeiter in Schweden hat seine Strohhütte mit gefundenen Metallschrott in einen Bunker für sich und seine Nachbarschaft verwandelt. Hintergrund war ein kollektives Bedrohungsszenario. Während des Kalten Krieges fühlte sich die schwedische Bevölkerung von der Sowjetunion akut bedroht, nicht zuletzt durch von Warnungen der schwedischen Regierung. Reduit (Redoubt) ist im Duktus einer dokumentarischen Recherche gefilmt und erscheint gleichzeitig wie eine moderne Sage. Skoog holt die Vergangenheit in der Gegenwart hervor, wenn aktuelle Drehgeräusche das zeitgemarterte Gebäude ergründen und sich mit Stimmen aus dem Off vermengen, die über Vergangenes berichten. 

Der schwedische Künstler und frühere Städelschüler John Skoog gewann mit Reduit (Redoubt) den Baloise Kunst Preis. 

Mit herzlichem Dank an John Skoog.