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The Pixelated Revolution
Rabih Mroué
14.12.2017 - 09.02.2018

Eröffnungstermin: Donnerstag, 14. Dezember 2017 20:00 Uhr

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Sehen und gesehen werden, schießen und zurückschießen, die Macht und Ohnmacht der Bilder bestimmen Rabih Mroués Arbeit „The Pixelated Revolution“ (2012). Der Schauspieler, Autor und Filmemacher ist Teil einer Generation libanesischer Künstler, deren Fokus seit Ende des Bürgerkrieges auf der Rolle der Bilder in diesem Krieg liegt. Sie stellen die Frage, wie Bilder Geschichten erzählen und damit Erinnerungskultur prägen. Mroués 22-minütiges Video zeigt eine Lecture-Performance, eine performative Dekonstruktion eines wissenschaftlichen Vortrags, die er anlässlich der documenta 13 in Kassel aufgeführt hat. Found-Footage Material eines Handyvideos aus dem Syrienkrieg, das ein „double shooting“ zwischen einem Kameramann und einem Scharfschützen zeigt, ist der Ausgangspunkt für seine ebenso medientheoretische wie poetische Argumentation. Kann der Moment des Todes aufgenommen werden? Warum dokumentieren syrische Aktivisten ihren eigenen Tod? Der Lauf des Gewehres zielt auf das Auge der Kamera und des Filmenden, die Realität eines verletzlichen menschlichen Körpers trifft auf das digitale Bild.

Wir danken der Galerie Sfeir-Semler, Hamburg/Beirut



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