Aktuelle

Reduit (Redoubt)

JOHN SKOOG

12.12.2018 - 15.02.2019


Eröffnungstermin: Mittwoch, 12. Dezember 2018 20:00 Uhr

I.G. Farben-Haus, 1. OG, rechts

Vorschau

Winter which was not there

Vajiko Chachkhiani

08.05.2019 - 06.06.2019


Eröffnung: Mittwoch, 8. Mai 2019 20:00 Uhr

Rückblick

Hand-me-Downs,

Yto Barrada

25.10.2012 - 29.11.2012


Eröffnungstermin: Donnerstag, 25. Oktober 2012 20:00 Uhr

.11.2012"Hand-Me-Downs", so erklärt Yto Barrada zu Beginn des Videos, ist eine Bezeichnung für Kleidungsstücke, die innerhalb von Familien weitergereicht und aufgetragen werden. Auf eine ähnliche Weise sollen auch die Erzählungen, die den Kern des Videos ausmachen, verstanden werden.

"Hand-Me-Downs" behandelt die politischen und sozialen Folgen des Kolonialismus. Dabei geht es nicht um die große Erzählung, sondern um kleine Erzählungen aus dem Alltag der Betroffenen. Insgesamt 15 "weitergereichte" Geschichten werden von der Künstlerin in neutralen Tonfall vorgetragen. Die Herkunft der Geschichten wird nicht offengelegt, Kontexte sind nur angedeutet. Begleitet werden die Geschichten von ebenfalls älteren Filmaufnahmen und Musikpassagen. Die Anordnung folgt keiner offensichtlichen Reihenfolge und zielt nicht auf eine erkennbare Klimax.

Der Zusammenhang der Geschichten untereinander wie zu den Film- und Musikausschnitten bleibt assoziativ. Dennoch gibt es einen Zusammenhang. Im assoziativen Ineinander der drei medialen Ebenen umkreist das Video Lebenssituationen im Übergang vom Kolonialismus zum Postkolonialismus in Marokko - Brüche in den Identitäten, in den Familien, in den Biografien. Die Geschichten scheinen von wirklich Erlebtem zu berichten, von Kindheit und Jugend. Geschwisterbeziehungen und Familienbande stehen im Zentrum, Kleidung und Schule sind häufige Themen. Viele Geschichten arbeiten auf einen Punkt hin, spielen mit erschreckenden Implikationen, enden abrupt.

Geboren 1971 in Paris und aufgewachsen in Tanger, Marokko. Sie studierte zunächst Geschichtswissenschaft und Politologie an der Sorbonne in Paris, später studierte sie am International Center of Photographie in New York. Yto Barrada lebt in Tanger, wo sie sich in der Kultur- und Sozialarbeit engagiert. Ihre Werke setzen sich vor allem mit der sozialen, kulturellen und ökologischen Situation in Marokko auseinander. Im Jahr 2011 wurde sie als Deutsche Bank Artist of the Year ausgezeichnet.